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STATUS UPDATE KW 33

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17. August 2026

Tag 2.023 – über 100.114 Tote (ACLED) und 22.558 Inhaftierte (AAPP)

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Die Zahl der Todesopfer durch die weitreichenden Überschwemmungen in elf Gemeinden entlang des Mu-Flusses in Sagaing ist laut Berichten der Mandalay Free Press (MFP) bis gestern auf 25 gestiegen.

In den Gemeinden Sagaing und Myinmu lag der Wasserstand gestern noch bei etwa zwei Metern, wie ein Einwohner von Myinmu gegenüber der MFP angab. „Es gibt keine Hilfsorganisationen von außen. Wir helfen uns gegenseitig“, sagte die Quelle und fügte hinzu, dass es unwahrscheinlich sei, dass der Wasserstand in den kommenden Tagen sinken werde.

Das Regime ließ am Mittwoch vergangener Woche Wasser aus dem Thaphanseik-Staudamm in Kyunhla in den Mu-Fluss ab, was zu weitreichenden Überschwemmungen in mehr als 200 Dörfern führte.

MFP berichtete, dass Soldaten des Regimes Hilfsorganisationen an der Sagaing-Brücke außerhalb der Stadt Sagaing daran hindern, humanitäre Hilfe zu leisten. „Einige Freunde kamen aus Mandalay mit Hilfspaketen für die Hochwasseropfer, wurden aber an der Brücke aufgehalten“, berichtete ein Hochwasseropfer aus dem Bezirk Sagaing dem Nachrichtenportal.

Der Bezirkspolizeikommissar im Bezirk Shwebo drohte kürzlich damit, die Häuser von Freiwilligen zu beschlagnahmen, sollten diese den Hochwasseropfern ohne Genehmigung der lokalen Regimebehörden helfen. (Frontier Myanmar)


Der Independent Investigative Mechanism for Myanmar (IIMM) der United Nations (UN) veröffentlichte seinen Jahresbericht und erklärte, die Junta habe im Vorfeld der streng kontrollierten “Wahlen” des Regimes seine Luftangriffe und andere Verbrechen gegen Zivilisten eskaliert.

Der Bericht, der den Zeitraum vom 1. Juli letzten Jahres bis zum 30. Juni abdeckt, fügte hinzu, dass diese Verbrechen seit der “Wahl” „unvermindert fortgesetzt“ worden seien.

Das IIMM erklärte, das Regime habe zunehmend Luftangriffe auf zivile Ziele durchgeführt, darunter Schulen, religiöse und kulturelle Gebäude, Lager für Binnenvertriebene und medizinische Einrichtungen. Der Bericht wies auch auf Angriffe auf wirtschaftliche Ziele wie Bergbaustandorte, Märkte und Handelszonen hin. Der UN-Mechanismus erklärte, das Militär habe zudem den Einsatz von „Double-Tap“-Angriffen verstärkt, bei denen auf einen Luftangriff auf einen bestimmten Ort unmittelbar weitere Angriffe folgen, die sich gegen Ersthelfer und Menschen richten, die den Verwundeten helfen. (Frontier Myanmar)


Bei einem Luftangriff des Regimes wurden im Dorf Kyaukgyi im Bezirk Thandwe im Rakhine-Staat mindestens 12 Zivilisten getötet und acht weitere verletzt, berichtet Narinjara unter Berufung auf eine Erklärung der Arakan Army.

Das in Rakhine ansässige Medium berichtete, die Junta habe am frühen Nachmittag innerhalb von 20 Minuten drei 300-Pfund-Bomben in der Nähe eines örtlichen Klosters abgeworfen. Ein Anwohner berichtete Narinjara, dass sich unter den Toten auch Frauen und Kinder befänden, zwei Personen weiterhin vermisst würden und etwa 20 Häuser vollständig zerstört worden seien.

An anderer Stelle in Thandwe haben Luftangriffe des Regimes auf den Ngapali-Strand und die umliegenden Gebiete seit letztem Monat mindestens sieben Zivilisten getötet und 40 verletzt, berichtet die Development Media Group unter Berufung auf lokale Quellen. Das in Rakhine ansässige Medium berichtete, das Regime habe zwischen dem 19. Juli und dem 3. August sieben Luftangriffe durchgeführt, die die Stadt Ngapali, Hotels entlang des Strandes und nahegelegene Dörfer trafen. (Frontier Myanmar)


Die Luftwaffe der Junta führte am 11. und 12. August Luftangriffe auf das Dorf Nyaungni im Bezirk Momeik (Shan-Staat) durch, während zwischen der Kachin Independence Army (KIA) und den Regimetruppen Bodenkämpfe tobten.

Die Bodenkämpfe brachen aus, als eine Kolonne des Regimes mit etwa 150 Soldaten in der Nähe des Dorfes Nyaungni – das nördlich von Momeik liegt – einen Vorstoß startete, um in Richtung des von der KIA kontrollierten Bezirks Mabein vorzudringen.

Militärdeserteure und Analysten der Widerstands-bewegung erklären, dass die Gegenoffensive des Regimes entlang der Achse Momeik–Mabein darauf abzielt, die erheblichen territorialen Verluste rückgängig zu machen, die in den vergangenen zwei Jahren in den Bundesstaaten Shan und Kachin erlitten wurden.

Den jüngsten Zusammenstößen ging eine Phase intensiver Luftangriffe auf Städte und ländliche Infrastruktur voraus, während die lokale Bevölkerung mit schweren Überschwemmungen entlang der Flussläufe konfrontiert war. (DVB)


Die Regimetruppen treiben ihre Gegenoffensive zur Sicherung der 193 km langen Autobahn Kalewa–Monywa in der Region Sagaing weiter voran, nachdem sie am 31. Juli wichtige Stützpunkte entlang der angrenzenden Autobahn Kalay–Tamu zurückerobert hatten.

Während die Behörden des Regimes behaupteten, am 7. Juli die volle Kontrolle über die Autobahn Kalewa–Monywa zurückgewonnen zu haben, wies die People’s Defence Force (PDF) diese Behauptung als „Propaganda“ zurück.

Nach Angaben der Widerstandskräfte dauern die aktiven Kampfhandlungen im gesamten Bezirk Mingin an, wobei die PDF die Kontrolle über wesentliche Teile des Korridors behält.

Um die im Nordwesten von Sagaing operierenden Bodentruppen zu versorgen, haben die Regimetruppen eine fortlaufende Luftbrücke eingerichtet. (DVB)


Zwei Widerstandskämpfer in ihren 20ern wurden in einem Dorf in der Region Magwe öffentlich hingerichtet.

Ein Video des Verbrechens, das sich vor etwa drei Monaten ereignete, wurde am Dienstag in den sozialen Medien hochgeladen und macht dort derzeit die Runde. Die Widerstandsgruppe Yaw Defense Force erklärte, Soldaten der Junta und mit ihnen verbündete Mitglieder der Pyu-Saw-Htee-Miliz seien für das Verbrechen verantwortlich.

Sie wurden lebendig verbrannt, nachdem sie an einem Baum erhängt worden waren. Das Video zeigt, wie die beiden Männer gezwungen werden, zuzugeben, dass sie Mitglieder einer lokalen People’s Defense Force sind. Außerdem werden sie von den Junta-Soldaten, die um sie herumstehen, gezwungen, sich selbst als „Hunde“ zu bezeichnen. „Militärhunde“ ist ein Begriff, den viele Zivilisten verwenden, um Junta-Soldaten zu bezeichnen. (The Irrawaddy)


Die Junta hat der Rohingya-Gemeinschaft im Bezirk Sittwe im Bundesstaat Rakhine im vergangenen Monat angeordnet, pro Haushalt einen Wehrpflichtigen zu stellen, berichtet Myanmar Now.

Die Nachrichtenagentur zitierte einen Befehl des Ministers für Sicherheit und Grenzangelegenheiten des Regimes in Rakhine, in dem gefordert wurde, dass die Bewohner des Stadtteils Aung Mingalar in der Hauptstadt Sittwe monatlich 20 Rekruten stellen müssen. Ähnliche Anordnungen wurden in den 13 Lagern rund um die Stadt erlassen. Unterdessen sind neue Vorwürfe aufgetaucht, wonach das Militär Frauen zum Militärdienst zwingt. Das Myanmar Defence and Security Institute, eine von Militärdeserteuren gegründete Oorganisation, teilte mit, dass eine Gruppe weiblicher Wehrpflichtiger in einer Einrichtung in der Gemeinde Hmawbi (Region Yangon) mit der Ausbildung begonnen habe. Es soll sich bei vielen der Frauen um Fabrikarbeiterinnen handeln, die in Industriegebieten in Yangon zusammengetrieben worden seien. (Frontier Myanmar)


Der Steering Council for the Emergence of a Federal Democratic Union (SCEF) gab im Rahmen einer virtuellen Sitzung die Bildung eines militärischen Koordinierungsausschusses bekannt.

Der SCEF teilte mit, er habe zwei gemeinsame Vorsitzende, einen Sekretär und zwei gemeinsame Sekretäre gewählt, ohne jedoch deren Namen zu nennen. Außerdem hieß es, die Teilnehmer hätten vereinbart, die Umsetzung künftiger Pläne und strategischer Ziele zu koordinieren.

People’s Spring berichtet, dass die Ko-Vorsitzenden des Ausschusses der stellvertretende Vorsitzende der Kachin Independence Army (KIA), General Gam Shawng, und der Oberbefehlshaber der Karen National Union (KNU), Generalleutnant Baw Kyaw Heh, sind.

Das widerstandsfreundliche Medium teilte mit, dass der Verteidigungsminister der National Unity Government (NUG), Yee Mon, das Amt des Sekretärs des Ausschusses übernehmen werde, während Funktionäre der Chin National Front (CNF) und der Karenni National Progressive Party (KNPP) zu gemeinsamen Sekretären ernannt würden. „Wir haben die Militärregionen aufgeteilt, und es wird eine ‚Eine Politik, eine Strategie‘ geben, um unsere strategischen Ziele umzusetzen“, sagte Htet Ni, Sprecher der Chin National Front, und fügte hinzu, dass das SCEF mit den „Verbündeten der Frühlingsrevolution“ zusammenarbeiten werde, ohne dies näher zu erläutern.

Das SCEF wurde im April von der NUG, ihrem legislativen Arm, dem Committee Representing Pyidaungsu Hluttaw, sowie den ethnischen bewaffneten Organisationen KIA, KNU, KNPP und CNF gegründet, um den Widerstand gegen das Regime besser zu koordinieren. (Frontier Myanmar)


Nach Angaben der Militärjunta ist in der Region Yangon ein 92-jähriger Mann gestorben, und fast 200 Patienten werden derzeit medizinisch behandelt, während sich in Yangon ein Durchfall-Ausbruch ausbreitet.

„Im Allgemeinen Krankenhaus wurde eine spezielle Station zur Behandlung von Durchfallpatienten eingerichtet. Es gibt viele Patienten. Außerdem werden in den Wohngebieten und in den Häusern der Betroffenen Kontrollen durchgeführt“, sagte ein Vertreter einer in Yangon ansässigen sozialen Hilfsorganisation.

Die Junta hat bislang noch keine Informationen zur genauen Ursache des Ausbruchs veröffentlicht. Mitarbeiter der Regime-Behörden überprüfen derzeit die Lebensmittel- und Wassersicherheit in den betroffenen Stadtbezirken, und Straßenverkäufer in diesen Stadtbezirken wurden Berichten zufolge angewiesen, ihren Betrieb für fünf Tage einzustellen. (Mizzima)


Die Inhalte unserer Presserundschau aus myanmarischen Medien werden mit größtmöglicher Sorgfalt erstellt. GSM übernimmt jedoch keine Gewähr für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen.


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